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Vengaboys
Wer in den letzten Jahren seine Ferien in Spanien oder auf Ibiza verbracht hat, hat bestimmt schon einmal von ihnen gehört oder gar eine ihrer weltberühmten Parties miterlebt. Ursprünglich waren es nur die beiden DJs Danski und Delmundo, die zwischen 1992 und 1997 unter dem Namen “The Vengaboys” mit einem Schulbus kreuz und quer durch Spanien unterwegs waren. Jeden Sommer bauten sie ihr Equipment an verschiedenen Stränden Spaniens auf und organisierten illegale Strandparties, die normalerweise mit dem Erscheinen der Guardia Civil endeten. Da die beiden Partylöwen auch Produzenten sind, konnten Danski und Delmundo 1996 und 1997 schon einige Underground-Clubhits verzeichnen, die in limitierter Auflage erschienen und stets schnell vergriffen waren. 1996, in einem der heißesten Sommer Spaniens überhaupt, begegneten die Vengaboys auf einer Strandparty Kim und den restlichen Bandmitgliedern, die heute das visuelle Aushängeschild der Vengaboys sind und die mitreißenden Bühnenshows personifizieren. Während die gesamte Truppe 1996 von Strand zu Strand tingelte, wurde schnell klar, dass sich die DJs Danski und Delmundo fortan mehr im Hintergrund halten würden – um vor allem als Komponisten und Produzenten die Fäden in der Hand zu halten. Kim & Co. Sollten dagegen den Live-Act bilden. Sicherlich die beste Lösung, denn Danski und Delgado sehen nun mal weder besonders gut aus, noch können sie gut tanzen. Im Herbst 1996 gaben die Vengaboys, die diese Prämissen bestens erfüllten, ihre ersten Live-Shows und bereits Ende des Jahres war eine erste Europatournee geplant. Der Traum wäre fast zerplatzt, als die Gruppe im Januar 1997 in Spanien verhaftet wurde, und zwar wegen provokativer Handlungen. Während einem ihrer legendären Auftritte in Barcelona beschlossen die Vengaboys, dass es Zeit sei für eine besondere Überraschung. Frei nach dem Motto “Musik fürs Volk, Geld fürs Volk, gaben sie ein sogenanntes “Cash Chaos Concert”. Die Vengaboys warfen Bargeld ins Publikum – ungefähr 10.000 US Dollars. Das Ergebnis waren überglückliche Fans, totales Chaos, ein Auftritt, der knappe acht Minuten dauerte, und die Aussicht auf ein spartanisches spanisches Gefängnis. Ohne auf die Verhandlung zu warten, flohen die Vengaboys, als sie auf Kaution freigelassen wurden, nach Brasilien. Und zwar zum Privatgelände der Persona non grata Ronnie Bigs, der ein alter Freund von Danski und Delmundo ist. Nach einigen Wochen ließen Danski und Delmundo sich in einem bestens ausgerüsteten Studio in Nordeuropa nieder, während die Mitglieder der Band unter dem Namen The Vengaboys ihre höchst erfolgreiche Tournee durch Europa fortsetzen. Die Single “Up & Down” wurde erstmals im März 1997 in Belgien veröffentlicht und trat von dort aus ihren Siegeszug durch andere Länder an. Sie erreichte die Top 5 in den Niederlanden, Dänemark, Frankreich, Spanien, eigentlich in ganz Europa, in England erreichte sie Platz vier – der Ausbruch eines nach wie vor auf den britischen Inseln heftig grassierenden Vengafiebers. Die zwei Singles “Boom Boom Boom Boom’und “We’re going to Ibiza” schaften es dort jüngst bis auf Platz eins. Mit “We Like To Party” haben diese vier Hits der Band allein in Großbritannien insgesamt knapp 2 Millionen verkaufte Singels eingebracht. Und dann war da ja auch noch das Longplay-Debut! “The Partt Album” war der Soundtrack des britischen Sommers, und verbrachte 10 Wochen in den Top 10. Und die folgende Platinauszeichnung war schon ein beachtliches Etappenziel auf dem Weg der Vengaboys, die ganze Welt zu erobern. Gerade erst haben sie in den USA Gold erreicht, Platin in Skandinavien, dreifach Platin in Belgien und Gold in jedem Land von Norwegen bis Portugal bis Ungarn bis Polen bis…. Der Vengabus hat inzwischen überall auf der Welt Halt gemacht, in Kanada, Australien, Südafrika, und hat unterwegs überall die Top 5 erreicht – auch bei uns. |