Chris Norman

Mit seinem inzwischen sechzehnten Solo-Album HANDMADE scheint sich Chris Norman seines ursprünglichen Credos wieder zu besinnen. Klar konnte der erfahrene Sänger und Gitarrist an der Arbeit mit erfahrenen, in allen Stilarten ausgefuchsten Session-Musikern wachsen. Oder im kleinsten Team modernste Elektronik kreativ für sich nutzen. Aber am inspirierendsten scheint es doch für ihn zu sein, mit seiner eigenen Tournee-Truppe ins Studio zu gehen. Das hört man HANDMADE jedenfalls an: hier wurden Songs nicht im strengeren Sinne „produziert“, sondern lebendig im Ensemble eingespielt.

Dazu gehören Geoff Carline (ex Simon Townshend Band) und Chris an den Gitarren. Elli Luha, seit 1987 bei Chris, singt und spielt wieder Akustikgitarre. Auf dem Opener Keep Talking - Normans Single und der 'Radiopilot' dieses Albums - verlässt man sich nicht allein auf den eingängigen Refrain: diverse akustische und elektrische Gitarren werden geschickt verzahnt und mit einem treibendem Beat unterlegt – kein Synthesizer, kein Drum-Computer in Sicht. Eine Hammond-Orgel liefert ein attraktives Refrain-Echo. Chris' eigenes It's Crazy hält das Energie-Level hoch und vertont effektvoll die Streiflichter unserer aus den Angeln geratenen Welt: durchgeknallte Fernsehprediger, heuchlerisch grinsende News-Reporter und das grausame Stadtleben mit Gewinnern und Verlierern. Auch die Balladen signalisieren Aufbruch: Nicht jede Frau will einen schmachtenden Lover säuseln hören: mit Something About You schrieb Norman eine Liebeserklärung, die ohne Sentimentalität auskommt. Seine gesungenen Komplimente stechen auch deshalb besser, weil die Hauptmelodie immer wieder geschickt durchbrochen wird.

Ein Markenzeichen früher Clubarbeit Normans mit der Band Smokie war seine Liebe zu den Beatles: „Live spielten wir von eigenen Songs über das komplette ABBEY ROAD-Medley alles Mögliche“. Daran erinnert She Forgot mit seinen Lennon-McCartney-Harmonien. Gleichfalls aus frühen 'Nachspiel'-Zeiten - obwohl von Chris Norman komponiert - orientiert sich It's Alright an den entwaffnend einfachen Melodielinien Buddy Hollys. Dessen Gänsehaut erzeugendes Solo zitiert augenzwinkernd die dicken, heruntergestimmten Gitarren-Saiten eines Duane Eddy. Die frühen Smokie fühlten sich besonders dem Country Rock verpflichtet: The Caravan Moves On dürfte sowohl in Nashville als auch 'down in Mississippi' aufhorchen lassen, ruft es doch mit einem schönen Akkordeon-Thema die alte Cajun-Herrlichkeit hervor. Der Text ist melancholisch - er beklagt jene Tournee-Einsamkeit eines fahrenden Musikers, die Chris einst aus seiner Band in die Studioarbeit trieb.

Zeit, wieder eine härtere Gangart einzulegen: Auf Under The Same Sun zeigt Norman, dass seine Band jederzeit temperamentvoll losrocken kann. Darüber hinaus verlangt das Thema - Solidarität in einem herzlosen Umfeld, etwa mit obdachlosen Kindern - nach einem zupackenden Refrain, den man nicht nur mit dem Kinderchor mitschmettert, sondern dessen Botschaft man sich dann auch einprägt. Vor einiger Zeit konnte sich Chris für die Idee einer 'Unplugged'-Show mit eigener Band und Gästen begeistern. Label-Bosse und Produzenten schwärmen ohnehin schon lange von seinen inspirierten Akustik-Sessions in Studiopausen. Daran erinnert der Folk-Touch in Normans Baby It's History, mit seiner Mandolinenarbeit trägt Chris hier zur Bandbreite des Albums bei.

Einen schönen Bezug zu Deutschland - bei uns feierte der Sänger bekanntlich einige seiner größten Erfolge - liefert die Liebesgeschichte Angel Of Berlin: im Chor des letzten Refrains wieder ebenso beatlesk wie der wohl entwaffnendste Ohrwurm der CD: die mit Smokies Ex-Drummer Pete Spencer verfasste Ballade Only You. Sie empfiehlt sich als die Single-Auskopplung Nummer zwei. - Für Let's Do It werden wieder mehr E-Gitarren eingesetzt: mit Rock-Riffs und Funk-Einwürfen wechseln sich Chris & Geoff ausgefuchst ab.

Die Steigerung kommt mit Down Louisiana: Norman heizt hier ein wie selten in seiner Karriere - selbst wer den Sänger und Gitarristen in all seiner Wandelbarkeit kennt, kommt angesichts dieses Adrenalinschubes unbändiger Spielfreude ins Staunen. Da kann die Zugabe nur nachdenklich sein. Chris hat die schöne Ballade über die Vergänglichkeit jeglichen Lebensglücks, Nothing Stays The Same, seinem Sohn Brian gewidmet.

Chris Norman mag frischer klingen als so mancher Newcomer – seine rau-romantische Stimme gehört für viele nach wie vor zu Smokie. Das Publikum ist da so treu wie hartnäckig, zumal in Deutschland. „Living Next Door To Alice“,“I`ll Meet You At Midnight“, „Mexican Girl“: jeder hat seine persönlichen Charts, die mit dem Raspelorgan Normans verbunden sind, auch wenn alle Hits öfter mit neuen Sängern recycelt wurden. Norman selbst machte sich die Klassiker Ende der neunziger Jahre wieder zu Eigen, indem er sie für sein Album FULL CIRCLE in Party-tauglichen Dance-Versionen neu einspielte. Sein ursprüngliches Credo, gute Longplayer abzuliefern, war für Chris Norman durch die frühen Top-10-Erfolge Smokies allmählich an die zweite Stelle des Ehrgeizes gerückt. „Don't Play Your Rock'n'Roll To Me“, so schienen ihm die Fans ab 1975 durch hohe Single-Platzierungen zuzurufen, 'lass Dir Hits schreiben. Dabei trat Chris' Formation Smokie - seit gemeinsamer Schulzeit in Bradford/ Yorkshire Anfang der 60s zusammen und durch viele Club-Gigs sowie als Backing-Band für Hermans-Hermits-Sänger Peter Noone mit allen Rock'n'Roll-Wassern gewaschen - einst als Albumband in Sachen Countryrock an.

Chris Norman erinnert sich gut: „Wir waren nicht an Singles orientiert. Deshalb war die Cover-Rückseite unserer ersten LP PASS IT AROUND auch so gestaltet, dass wir wild aussahen. Eher wie Crosby Stills & Nash oder die Eagles - statt einer Glamrock-Band. Wir trugen Jeans, Westen, kragenlose Hemden, wir verkörperten eben West Coast“! Doch so sehr auch ihre Produzenten Nicky Chinn und Mike Chapman um dieses Image bemüht waren und Normans Band Smokie auf ihren Alben stets freie Hand zum Schreiben ließen, Chris Norman und Smokie mutierten zur Hitmaschine für das Tandem Chinn & Chapman. Es war ihrer Spielfreude und Professionalität zu verdanken, dass der Traum von einer komponierenden Gruppe dann doch noch Wirklichkeit wurde. THE MONTREUX ALBUM oder das Rhythm & Blues-orientierte SOLID GROUND beeindrucken noch heute. Dennoch: It's Your Life, sagte sich der raspelstimmige Sänger ab 1982 und ging eigene Wege. Sein sträflich lange vernachlässigtes Familienleben, Auftrags-Kompositionen und Studioarbeit wurden nun wichtiger als das ewige Tournee-Leben mit Smokie ON THE OTHER SIDE OF THE ROAD.

In die Schlagzeilen geriet Chris Norman danach durch 'kriminelle Energie'. Nicht die eigene, sondern die der Gangster in der Kult gewordenen ARD-Fernsehkrimi-Serie 'Tatort'. Deren prominentestes Opfer wurde Normans „Midnight Lady“, ein Riesenhit mit sechs Wochen Top-Position in Deutschland - aus der Fabrik des heutigen Superstar-Scouts Dieter Bohlen. Wie einst Smokies “If You Think You Know How To Love Me” startete die Mitternachts-Dame eine Charts-Serie: “Some Hearts Are Diamonds”, “Broken Heroes”, “Sarah” etc. Die Alben hinter den Hits waren Chris Norman stets ebenso wichtig: Wer nach sechzehn Album-Projekten noch von THE GROWING YEARS spricht, der zeigt, dass er sich immer weiter entwickeln, besser und glaubwürdiger werden will. Und HANDMADE dürfte dereinst zu den Werken in der Kette gehören, die Chris Norman in seine persönlichen Top Five holt.


It’s quite well known by now that Chris comes from a show business family going back two generations.

His Grandparents toured their own concert party around England during the First World War and their daughter Pat (Chris’s mother) joined a dance troupe when she left school. Pip Norman, (Chris’s Dad) was part of a dancing/comedy act called ‘The Four Jokers’ and worked all over Europe in the 1930s/40s and had a British Royal Variety Performance to their credit.

Chris was born in Redcar, Yorkshire, on 25th October 1950, his parents didn't intend that he should pursue a stage career, but when he was just 3 years old, he decided to walk on stage and join the finale line up for the show in which his parents were appearing.

He got his first guitar at the age of seven and his early musical influences were Elvis Presley, Little Richard, Buddy Holly and Lonnie Donegan. Later the 60’s beat groups, in particular The Beatles, and the folk singer Bob Dylan, were a huge influence on Chris.

Approaching his twelfth birthday, Chris started at St. Bede’s Grammar School , Bradford where he met Alan Silson and Terry Uttley the future members of Smokie.

As teenagers, Chris and Alan began meeting up and spending nearly all their spare time learning new songs on their guitars. They managed to persuade Terry to join them and along with a drummer friend called Ron Kelly, they formed their first band. The Yen, Long side down were just some of a variety of names they called themselves before settling on ‘The Elizabethans’.

In 1968 ‘The Elizabethans’ had turned professional via a stint at Butlins holiday camp Skegness. Another name change was inevitable though and during the next seven years Chris and the band gained much experience playing around the country, they performed many live radio broadcasts and they managed to gain a recording contract with first RCA and then Decca records, they released three singles under their new name of ‘Kindness’.

During this period the band played many different styles and venues and at one time had a period as backing group to Peter Noone who as Herman had just left the Hermits. Their style was becoming a mixture of listening to acts such as, the Small faces, Free, the Beatles and others.

When Ron Kelly left the group in 1973 an old friend called Pete Spencer was asked to take over on drums and the group which was to become ‘Smokie’, was complete.

By 1974 the boys had developed their own sound reflecting their close three part harmonies and Chris’s distinctive vocal sound wrapped up in a guitar rock sound, a sort of mixture between Crosby, Stills & Nash and Creedance Clearwater Revival. The band’s name was changed to ‘Smokie’ and their first album ‘Pass it Around’ was released in 1975 on Micky Most’s RAK records.

Smokie had started as an album orientated rock act and their many live experiences had given Chris and Smokie a good grounding in all the tricks of the Rock'n Roll trade. Chris remembers: “We weren't so much interested in pop singles at first. That's why the back cover of our first LP PASS IT AROUND was designed in a way that made us look kind of folk/rocky instead of a Glamrock band.”

Neverthe less, by the summer of that year they had their first hit single with ‘If you think you know how to love me’. This was followed by a string of hits including ‘Living next door to Alice’, ‘I’ll meet you at Midnight’, ‘Lay back in the arms of Someone’, etc. Plus the very successful duet with Suzi Quatro, ‘Stumblin’ In’ which gave Chris his first taste of success outside the group.

Their album sales grew accordingly and they had many hit albums such as, ‘Midnight Cafe’, ‘Bright Lights and Back Alleys’ and ‘the Montreux Album’ among others.

By now Chris and the group were enjoying huge success touring all over the world and selling out many Arena gigs but by the 1982, Chris decided to spend more time writing and working in the studio.

Chris together with Pete Spencer, now concentrated on songs for other artists including hits for Kevin Keegan and the England football team’s hit ‘This Time’. He also worked with such names as ‘Agnetha’ from Abba, on her solo album, ‘Donovan’ and the Heavy Metal Kids, singing back vocals along with Alan & Terry and also playing guitar on the Agnetha album.

In 1985 ‘Smokie’ got back together to play a charity show in aid of the Bradford F.C. fire disaster and decided to go back on the road. Tours of Germany and Australia followed but in the latter part of 1985, Chris recorded a project for a German TV movie ‘Tatort,’ and decided to once again concentrate on his solo career.

Chris’s solo career took off in 1986 with the song, ‘Midnight Lady’, which was a massive hit throughout Europe holding the number one spot in Germany for six weeks. Other single hits and many albums followed.
Chris was surprised in 1994 when he was awarded ‘International video Star of the Year’ by CMT Europe for the videos ‘Jealous Heart’, ‘The Growing Years’ and ‘Red Hot Screaming Love’. That same year Chris formed a new band and went on tour for the first time in six years. Since that time he has continued to tour extensively all over the world, Chris says he is now enjoying playing live more than ever.
2004 wasa particularly busy year for Chris. At the start of the year he took part in the Pro 7 TV show ‘Comeback – die Grosse Chance,’ which meant he had to be away from home for the best part of 10 weeks. It was worth it though as he was the overall winner of the show and the attention that the show attracted helped to raise Chris’s profile once more giving him a top ten single with ‘Amazing’ and top 30 album ‘Breakaway’.
Also that same the year he was given the award for ‘best voice male’ by Radio Regenbogen which Chris was thrilled about.

2005 saw Chris at number 5 in the DVD chart with a live double DVD called ‘An Acoustic Evening with Chris Norman’. One DVD featuring Chris and band performing a 1½ hour unplugged set for an invited audience and the other a live concert in front of 50,000 people in Vienna.

Chris has been much in demand for live shows, TV etc. during 2005 but has managed to find time to write and record a new studio album on which he has not only written 14 new songs but also produced and engineered the album and played nearly all the instruments on it.
The new album ‘Million Miles’ is due for release at the beginning of 2006 and will coincide with a new tour starting in January.